Tamara Maxine Früh

In meiner künstlerischen Praxis beschäftige ich mich mit skulpturalen Installationen, Performance und Malerei. Im Zentrum meiner aktuellen Arbeiten steht die Auseinandersetzung mit inneren Brüchen, Rissen, Erfahrungen und prägenden Momenten.

Meine Installationen eröffnen multisensorische Erfahrungsräume, in denen Material, Körper und Atmosphäre miteinander verwoben werden. Dabei entstehen Resonanzkörper, die vergangene Erfahrungen als Hüllen sichtbar machen. Diese Hüllen nenne ich Exuviae, Geister der Zeit. Sie befinden sich stets um uns, umkreisen und beeinflussen das aktuelle Ich.

Mich interessiert dabei nach wie vor, wie wir in einer vielschichtigen, pluralen Gesellschaft wieder mehr Verbindung zueinander herstellen können. Meiner Meinung nach ist es essenziell, Strategien zu finden, wie wir mehr Resonanz, Empathie und Verbindung zu anderen Menschen aufbauen können. Dabei schlage ich vor, dass die Auseinandersetzung mit dem eigenen Inneren und der Austausch darüber mit anderen Menschen der Schlüssel zu dieser Verbindung sein kann.

In den Performances setze ich den Tanzkörper als Archiv, Medium und relationales Werkzeug ein. Bewegung wird in meiner Arbeit zum forschenden Akt, der die Beziehung zwischen Tanzkörper, Raum, Installation und Zuschauer*innen aktiviert.

Parallel dazu bleibt die Malerei ein wesentliches Feld meiner künstlerischen Forschung. Sie dient mir als stille Erweiterung der performativen und räumlichen Arbeiten. Sie ist ein Ort, an dem innere Bilder neu verhandelt werden.